Arthrose BWS Syndrom Hexenschuss HWS Syndrom Ischias ISG Blockierung ISG Syndrom Kreuzschmerz Kreuzschmerzen Lumbago Lumbalgie LWS Syndrom Rückenschmerzen Schmerztherapie Symptomcheck


Häufige Beschwerdebilder

HWS-Syndrom

Als HWS-Syndrom werden solche Beschwerden beschrieben, die sich auf folgende Strukturen beziehen:

  • die 7 Halswirbel
  • Nackenmuskeln
  • 1. Rippe
  • anteilig Schulterregion

Soweit das HWS-Syndrom durch eine Wirbelblockierung ausgelöst wird, führt diese zu lokalen Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen, die nicht selten mit einem steifen Hals, also mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung einhergeht. Gelegentlich kann es dabei zu ausstrahlenden Schmerzen in die Schulter oder sogar den Arm kommen. Häufig sind derartige Nackenschmerzen mit Kopfschmerzen gekoppelt. Nicht selten sind diese Nackenprobleme mit Auslöser für solche Kopfschmerzen, die sich bis zu einem Migräneanfall steigern können.
Folgende Begriffe lassen sich hier zuordnen: Nackenschmerzen, Nackenprobleme, Kopfschmerzen.

BWS-Syndrom

Als BWS-Syndrom werden solche Beschwerden beschrieben, die sich auf folgende Strukturen beziehen:

  • die 12 Brustwirbel
  • Muskeln des Brustkorbs
  • 12 Rippenpaare

Soweit das BWS-Syndrom durch eine Wirbelblockierung ausgelöst wird, führt diese zu lokalen Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen, die nicht selten mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung in der Brustwirbelsäule einhergehen. Häufig besteht eine atemabhängige Schmerzhaftigkeit, die über den Rücken nach vorne in Richtung Brustkorb ziehen kann. Bei vielen Menschen löst diese Schmerzwahrnehmung die Angst aus, dass sich dahinter eine Herzerkrankung verbergen könnte. Dieser ausstrahlende Schmerz lässt sich darüber erklären, als dass die Rippen über Gelenke mit den Brustwirbeln verbunden sind. Mit der Blockierung von Wirbelgelenken, kommt es häufig zu Blockierungen der Rippengelenke. Am Unterrand der Rippen verlaufen Nerven, die bis nach vorne zum Brustkorb ziehen. Eine Reizung dieser Nerven führt dann zu diesen ausstrahlenden Schmerzen bis in den vorderen Brustkorb hinein.

LWS-Syndrom

Als LWS-Syndrom werden solche Beschwerden beschrieben, die sich auf folgende Strukturen beziehen:

  • die 5 Lendenwirbel
  • Muskeln der Lendenwirbelsäule

Soweit das LWS-Syndrom durch eine Wirbelblockierung ausgelöst wird, führt diese zu lokalen Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen, die nicht selten mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung in der Lendenwirbelsäule einhergehen. Nicht selten besteht eine Schmerzhaftigkeit, die über den Rücken nach vorne in Richtung Leiste oder Unterleib ziehen kann. Bei vielen Menschen löst diese Schmerzwahrnehmung die Angst aus, dass eine Unterleibserkrankung vorliegen könnte. Dieser ausstrahlende Schmerz lässt sich darüber erklären, als dass es auch zu Reizungen von Nerven führen kann, die in die Leiste ziehen. Die Schmerzen treten häufig unverhofft, durch eine bestimmte Bewegung ausgelöst, auf. Nicht selten führen sie zu einer abrupten Steifheit im unteren Rücken, wobei der Patient dann reflektorisch eine schiefe Schonhaltung einnimmt.
Patienten beschreiben diese Beschwerden als Ischias, Hexenschuss, Rückenschmerzen unterer Rücken oder Rückenschmerzen Lendenwirbel.

Der Hexenschuss

Sein Wesen ist, dass ein plötzlicher und einschießender Schmerz wahrgenommen wird und den Patienten nicht selten zu Fall bringt oder ihn aber in eine abrupte Unbeweglichkeit hineinführt. Im Mittelalter, als noch ein sehr lückenhaftes Verständnis von medizinischen Zusammenhängen bestand, glaubten die Menschen, dass dem Gepeinigten eine Hexe einen Schuss verpasst hatte, eben einen Hexenschuss. Ursprünglich wurde der Begriff Hexenschuss, für einen einschießenden Schmerz in die Großzehe des Fußes benutzt, dann, wenn der Erkrankte von einem akuten Gichtanfall betroffen war.
Mittlerweile wird der Begriff Hexenschuss, eben auch für solche plötzlich einschießenden Schmerzen benutzt, die die Lendenwirbelsäule oder das Becken betreffen.

"Ich habe Ischias ....." Diese umgangssprachliche Phrase beschreibt ähnliches wie der Hexenschuss. Nur hier liegt das Augenmerk auf dem ausstrahlenden Charakter des Schmerzes. Die Patienten berichten von Schmerzen wie beim Hexenschuss und davon, dass der Schmerz einschießend in das rechte oder linke Gesäß und/oder in das rechte oder linke Bein ausstrahlt. Verantwortlich dafür kann der Ischias Nerv sein. Dieser Nerv, der bis fingerdick ist, ist ein Bündel von vielen einzelnen Nerven, die in der Lendenwirbelsäule das Rückenmark verlassen haben und als Ischiasnerv über das Gesäß Richtung Oberschenkel ziehen. Aber auch starke Verspannungen in der Gesäßmuskulatur können eine lokale Reizung des Ischiasnerv auslösen.

ISG-Syndrom oder ISG-Blockierung

Als ISG-Syndrom oder ISG-Blockierung werden solche Beschwerden beschrieben, die sich auf folgende Strukturen beziehen:

  • Kreuzbein
  • Beckenschaufel
  • Gelenk zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel, das sog. Ilio-Sacralgelenk (ISG)
  • Schambeinfuge

Schmerzen im ISG treten meist anfallsartig und beim Beugen oder Drehen des Rumpfes auf. Auch beim Gehen, nach langer körperlicher Anstrengung oder längeren Sitzen in einer bestimmten Position leiden Betroffene unter den typischen Beschwerden. Dabei verkanten sich die Gelenkflächen des Gelenks, eine sogenannte ISG-Blockierung entsteht. Die ISG-Blockierung verursacht sowohl Gelenkschmerzen der betroffenen Seite als auch Schmerzen, die aus dem unteren Rücken über das Gesäß, den hinteren Oberschenkel entlang bis zum Knie ausstrahlen können. Diese ausstrahlenden Gelenkschmerzen ähneln Beschwerden, die auch bei Bandscheibenvorfällen auftreten können.
In vielen Fällen ist die ISG-Blockierung auch gekoppelt mit einer Verschiebung der beiden Schambeinknochen. Die damit einhergehenden Schmerzen betreffen meist die Leistengegend und den Unterleib.
Die Osteopathie kennt verschiedene Blockierungstypen am ISG, von denen einige mit einer Beinlängendifferenz einhergehen.
Begriffe, mit denen viele Patienten diese Beschwerden auch in Zusammenhang bringen: Hexenschuss, Ischias, Ischias Schmerzen, Rückenschmerzen unterer Rücken. Vor allem der Begriff Kreuzschmerzen bezieht sich auf diese Region.

Symptome bei Arthrose der Wirbelgelenke

Die Beschwerden sind vielfältig und wenig spezifisch. Der Grad der Arthrose steht nicht zwangsläufig in Beziehung zur Schwere der Gelenkveränderungen. Mögliche Beschwerden:

  • dumpfe, schlecht zu lokalisierende Rückenschmerzen im betroffenen Wirbelbereich
  • Zunahme bei Belastung und im Tagesverlauf
  • Beim Zurückbeugen des Rumpfes Verstärkung
  • Im Liegen tritt eine Besserung ein.
  • Bei Lokalisation in der Lendenwirbelsäule Ausstrahlung
  • in das Gesäß
  • die Leiste
  • den Unterbauch
  • Ausstrahlung in die Beine
  • Ausstrahlung in die obere Extremitäten

Lumbalgie / Lumbago / Kreuzschmerz

Diese drei Begriffe beschreiben Schmerzen, die im Bereich der Lendenwirbelsäule bzw. des Kreuzbeins lokalisiert sind.

Ischialgie oder Ischiassyndrom

Damit werden Schmerzen beschrieben, die im Versorgungsgebiet des Ischiasnervs auftreten. Der Ischias ist eine Bündelung mehrere Nervenfasern, die in Höhe der Lendenwirbelsäule den Rückenmarkskanal verlassen und Richtung Bein ziehen. Genau genommen ist es nicht der Ischias der schmerzt, als vielmehr die gereizten Nervenfasern. Der Arzt kann aufgrund der vom Patienten beschriebenen Beschwerden sowie den Untersuchungsergebnissen feststellen, aus welchem Wirbelsäulenabschnitt die betroffenen Nervenfasern stammen.

Symptome bei einem Bandscheibenvorfall (Prolaps)

Die Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall sind vielgestaltig und hängen davon ab, welche Nervenstrukturen betroffen sind. Nicht jeder Bandscheibenvorfall bereitet dem Patienten überhaupt Beschwerden. Nicht selten ist er ein Zufallsbefund, der im Rahmen einer Untersuchung aus anderen Gründen, zutage tritt. Die Beschwerden zeigen eine große Bandbreite, von sehr leichten Schmerzen bis hin zu Lähmungen. Mögliche Beschwerden:

  • starke Schmerzen in einem Bein/Arm, meist verbunden mit Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit)
  • Möglicherweise besteht auch eine Abschwächung der Muskelkraft einzelner Muskeln, also eine Lähmung
  • Funktionsstörungen der Schließmuskulatur von Blase und Darm; dann häufig gekoppelt mit einer Taubheit im Anal- und Genitalbereich
  • Gefühlsstörungen an der Innenseite der Oberschenkel, die der Arzt als Reithosenanästhesie bezeichnet (in Anlehnung an den Lederbesatz einer Reithose im Schritt)
  • Ziehende oder reißende Schmerzen im Bein/Arm
  • Schmerzverstärkung durch Husten, Niesen oder Pressen

Symptome ohne klare Zuordnung

Es gibt eine Vielzahl von Symptomen, die den Laien nicht unmittelbar an eine Verbindung zu Wirbelsäule denken lassen, aber häufig mit diesen in Erscheinung treten. Mögliche Beschwerden:

  • Kieferschmerzen
  • Knirschen mit den Zähnen
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Schwindel
  • Herzbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Knieschmerzen
  • AD(H)S o u.a.

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