Osteopath Osteopathie Osteopathen bei Schwangerschaft in Lüneburg


Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie wurde im vergangenen Jahrhundert von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still begründet. Sie ist ein Heilverfahren, das verschiedene Behandlungstechniken kennt. Das Wesentliche dabei ist, dass der Osteopath meist nur mit seinen Händen arbeitet.

Wie auch bei vielen anderen alternativ-medizinischen Therapiekonzepten nimmt die Osteopathie für sich in Anspruch, ganzheitlich zu sein und somit Körper, Geist und Seele anzusprechen. Dazu gehört auch, dass im Besonderen die Selbstheilungskräfte anregt werden. Von der wissenschaftlichen Medizin hat die Osteopathie bisher noch keine Anerkennung erfahren.

Im Verlaufe der vergangenen 100 Jahre hat sich die Osteopathie weiter entwickelt und es sind viele neue Techniken hinzugekommen. In meiner Praxis wende ich vor allem folgende osteopathische Techniken an:

  1. Parietale Osteopathie
  2. Viszerale Osteopathie
  3. Craniosacrale Therapie
  4. Myofascial Release-Techniken (MFR)
  5. Facilitated Positional Release-Technik (FPR

Die einzelnen Techniken werden im folgenden näher beschrieben.

Ausbildung

Die Begriffe Osteopathie, Osteopath oder Osteopathen sind nicht geschützt. Hinter der Osteopathie verbirgt sich auch kein eigener in Deutschland anerkannter Ausbildungsberuf. Vielmehr erwerben sich Osteopathen Ihre notwendigen Kenntnisse durch mehrjährige Zusatzausbildungen.

Als Grundausbildung muss der Osteopath ein Medizinstudium abgeschlossen haben und als approbierter Arzt arbeiten oder aber er ist als Heilpraktiker anerkannt. Nach der aktuellen Rechtsprechung dürfen Physiotherapeuten dagegen die Osteopathie nicht anwenden.

Osteopathische Techniken

A. Parietale Osteopathie
Hierbei handelt es sich um Techniken, die der Chirotherapie ähnlich sind. U.a. zählt dazu die Muskel-Energie-Technik (MET) nach Mitchell. Die Muskel-Energie-Technik (MET) wurde von Dr. F. Mitchell als eine osteopathische Alternative zur chirotherapeutischen Manipulation entwickelt.

Es ist eine osteopathische, neuromuskuläre Mobilisationsmethode, in der spezifische, willkürliche Muskelkontraktionen des Patienten gegen manuellen Widerstand des Osteopathen durchgeführt werden. Das zu behandelnde Gelenk wird an eine dreidimensionale Bewegungsbarriere geführt. An diesem Bewegungsendpunkt angelangt, wird der Patient unter Anweisung des Osteopathen zu einer gezielten dreidimensionalen, isometrischen Kontraktion der antagonistischen Muskulatur aufgefordert.

Die daraus resultierende post-isometrische Entspannung erlaubt dem Osteopathen, das Gelenk weiterzuführen und dadurch die Gelenkbeweglichkeit zu vergrößern. Die osteopathische MET-Technik ist besonders effektiv zur Gelenksmobilisation, Korrektur von Haltungs- und Bewegungsasymmetrien, Dehnung der Muskulatur und zur Schmerzreduzierung.

B. Viszerale Osteopathie
Bei diesem Verfahren arbeitet der Osteopath an den inneren Organen und versucht so, einen Einfluss auf die Beschwerden des Patienten zu nehmen.

C. Craniosacrale Therapie
Die Craniosakrale Therapie geht zurück auf den amerikanischen Osteopathen William Sutherland.

Das sog. Craniosacrale System erstreckt sich von den Knochen des Schädels, dem Gesicht und dem Mund bis hin zu den Knochen des Beckens. Dieses System besteht aus der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit sowie den verschiedenen Hirnhäuten, die Gehirn und Rückenmark schützen. Der in diesem System entstehende Rhythmus kann am gesamten Körper gespürt werden. Durch sanfte Berührung, werden Einschränkungen im System erkannt und behoben.

Die Craniosakrale Therapie zeigt besonders bei der Säuglingsbehandlung häufig eine schnelle und nachhaltige Wirkung, wenn nachgeburtliche Umstellungsprobleme aufgetreten sind.

D. Myofascial Release-Techniken (MFR)
Hierbei handelt es sich um osteopathische Weichteiltechniken, die der Behandlung von bindegewebigen Hüllstrukturen (Faszien) der Muskeln und des übrigen Bindegewebes dienen.

Die Faszien bilden ein dreidimensionales Netzwerk, das den Körper durchzieht. Verklebungen solcher Faszien können verantwortlich sein für verschiedene Beschwerden am Skelettsystem, aber auch an den inneren Organen.

Der Osteopath wendet diese Faszientechniken z.B. am Kopf an, um im Bauchraum Faszienverspannungen zu lösen.

E. Facilitated Positional Release - Technik (FPR)
Das osteopathisch gestörte Gelenk wird dreidimensional in die Position der größten Gewebsentspannung gebracht und dort gehalten. Durch Kompression oder Traktion wird zusätzlich eine Bahnung erzielt. Nach 5 bis 15 Sekunden kann eine Gewebeentspannung getastet werden.

Osteopathie bei Schwangeren

Die Osteopathie ist mit gewissen Einschränkungen auch während der Schwangerschaft einsetzbar.

Viele Schwangere leiden während der Schwangerschaft zwischenzeitlich oder sogar dauerhaft an Rückenschmerzen. Die Therapie gestaltet sich häufig schwierig, da viele Osteopathietechniken in Bauchlage durchgeführt werden und daher diese Position aus verständlichen Gründen für viele Schwangere nur eingeschränkt oder sogar unmöglich ist. Ich behandle seit vielen Jahren Schwangere mit den oben beschriebenen Techniken und das auch in Bauchlage. Dieses ist möglich, weil ich drei spezielle Behandlungsliegen besitze (s.Mobilisationsliege), die so eingestellt werden können, das selbst eine Schwangere in der 40. SSW in Bauchlage liegen kann ohne dass dieser gedrückt oder eingeengt wird. Allein diese Körperposition bringt der Patienten häufig eine Entlastung. Die Wirbelsäule wird auf dieser Liege sanfte und effektive mobilisiert, was die Betroffenen meistens sehr schnell als eine grosse Entlastung und Schmerzbefreiung wahrnehmen.

Die folgenden Fotos verdeutlichen, wie bequem eine Schwangere auf dieser Behandlungsliege in Bauchlage therapiert werden kann:

 

Meine Osteopathie

Bereits 1995 begann ich mit der Osteopathieausbildung. Seitdem habe ich etliche Fortbildungen absolviert. Mittlerweile wende ich die dieses Heilverfahren seit ca. 25 Jahren täglich an.

Die Osteopathie setze ich überwiegend bei folgenden Beschwerden ein:

  • Akute oder chronische Rückenschmerzen im gesamten Verlauf der Wirbelsäule
  • Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule (HWS) und Lendenwirbelsäule (LWS)
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen an den Extremitätengelenken
  • Schulterschmerzen

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