Hyaluron, Hyaluronsäure, Lüneburg


Kurzinfo Hyaluronsäuretherapie

Hyaluronsäure besteht aus vielen Zuckermolekülen, die Wasser binden, wodurch es zu einer Volumenauffüllung in der Haut kommt. Nahezu alle Hautfalten können mit Hyaluronsäure geglättet werden. Am besten gelingt dieses bei solchen Falten, die in der obersten Hautschicht gelegen sind. Falten, die in tieferen Hautschichten liegen, können damit reduziert werden.

Anwendung u.a. bei: Naso-Labialfalten
abgesunkene Wangen
"Merkel-Falten"
eingesunkene Narben
Lippenkonturierung
Vorgespräch: 10-20 Min.
Behandlungsdauer: 10-20 Min.
Betäubung: Lokalanästhesie mittels Spritze
Nachkontrolle: nach 14 Tagen sinnvoll
Schonung: 1-2 Tage
Kosten pro Behandlung: ab 300 EUR
Wirkungsdauer: 6-12 Monate

Allgemeines zur Hyaluronsäuretherapie

Was sind Filler?

Das Wort "Filler" stammt aus dem Englischen und steht für "Auffüller". Es handelt sich dabei um Substanzen, mit denen Dellen und Vertiefungen in der Haut aufgefüllt werden können. Daher werden diese Substanzen auch als "Dermafiller" (Hautauffüller") bezeichnet. Sowohl "Filler" als auch "Dermafiller" sind in der Ästhetischen Medizin häufig benutzte Begriffe.

Geschichte der Filler

Der Beginn Hautunebenheiten mit Substanzen aufzufüllen, lässt sich auf das auslaufende 19. Jahrhundert zurückdatieren. Verschiedene Substanzen kamen seitdem zum Einsatz, mit eher schlechten positiven Effekten, aber erheblichen Nebenwirkungen und Komplikationen.
Hyaluronsäure wurde das erste Mal in den 1930er Jahren chemisch isoliert. Es vergingen dann aber weitere 50 Jahre, bis die ersten Hyaluronsäure-Präparate tierischen Ursprungs Anfang der 1980er Jahre auf den Markt kamen. Diese zeigten zwar eine gute therapeutische Wirkung, die jedoch u.U. mit einer erheblichen Nebenwirkung erkauft wurde. Aufgrund des tierischen Ursprungs bestand immer die Gefahr des Auftretens einer allergischen Reaktion gegen tierisches Eiweiß, mithin bis zur Auslösung eines lebensbedrohenden allergischen Schocks.

Seit Mitte der 1990er Jahre sind Präparate im Handel, die Hyaluronsäure enthalten und fermentativ, mit Hilfe von Bakterien, produziert werden. Dadurch konnte das Allergierisiko drastisch reduziert werden.

Was ist Hyaluronsäure / Hyaluron?

Hyaluronsäure ist ein Mehrfachzucker (Polysaccharid). Damit ist gemeint, dass ein Hyaluronmolekül aus einer langen Kette von einzelnen Zuckermolekülen aufgebaut ist. Sie ist eine natürliche Substanz und kommt beim Menschen fast überall im Körper vor und das besonders reichhaltig:

  • in der Haut
  • im Knochen
  • in den Bandscheiben
  • in der Gelenkflüssigkeit
  • im Glaskörper des Auges

Hyaluron wird vom Körper aus diversen Bausteinen selbst zusammengesetzt. Aufgrund seiner dreidimensionalen räumlichen Struktur ist es in der Lage große Mengen Wasser zu binden. Das ist für das gute Funktionieren des Körpers in vielen Bereichen von großer Bedeutung. Als Beispiele seien genannt:

  • reibungsfreies mechanisches Gleiten der Gelenke
  • Erhalt der natürlichen Elastizität und Straffheit der Haut

Im Alter geht der natürliche Anteil von Hyaluronsäure im ganzen Körper zurück. Besonders deutlich macht sich dieser Verlust in der Haut in Form der sich über die Jahre entwickelnde Faltenbildung bemerkbar.

Warum sinkt der Hyaluronsäurespiegel in der Haut ab?

Der Hyaluronsäurespiegel unterliegt einem natürlichen und alterungsabhängigen Schwund, der bei jedem Menschen auftritt. Der Verlust und vor allem der frühzeitige Verlust kann durch eine Vielzahl von Einwirkungen gefördert werden. Im Besonderen ist dieser Schwund in und an der Haut für Jedermann ab einem bestimmten Zeitpunkt unschwer erkennbar. Mögliche fördernde Faktoren seien beispielhaft genannt:

  • Übermäßiges Einwirkung von Sonnenstrahlen und Sonnenbäder
  • Umweltverschmutzungen
  • Anstieg von freien Radikalen
  • Konsumgifte wie Alkohol und Nikotin
  • falsche Ernährung
  • Drogenkonsum

Was sind die Folgen für die Haut?

Unsere Haut:

  • wird dünner und trockener
  • Es kommt zum Verlust an Elastizität
  • Die Ausbildung von Linien und Falten ist die Folge
  • Durch Volumenverlust entwickelt sich eine Harmonieänderung der Gesichtskonturen

Einsatz von Hyaluronsäure in der Medizin

Am häufigsten wird Hyaluron eingesetzt:

  • zur Behandlung von Gelenkverschleiß (Arthrose)
  • in der Augenheilkunde
  • zur Faltenunterspritzung
  • zu Lippenvergrößerung bzw. -Konturierung
  • zur Brust- oder Gesäßkonturierung
  • kosmetisch in vielen Zubereitungen zur lokalen Anwendung

Welche Falten können geglättet werden?

Nahezu alle Falten können mit Hyaluronsäure geglättet werden. Am besten gelingt dieses bei solchen Falten, die oberflächlich, also in der obersten Hautschicht (Epidermis), gelegen sind. Falten, die in tieferen Hautschichten liegen, können mit diesem Wirkstoff reduziert werden. In manchen Fällen, wenn z.B. die Faltenbildung durch eine dauerhafte und/oder verstärkte Muskelaktivität entstanden ist, bietet sich der ergänzende Einsatz von Botox an. Botox hemmt die Aktivität der faltenerzeugenden Muskelaktivität, wodurch vor allem tiefer liegende Falten in der Lederhaut (Dermis) erreicht und geglättet werden können. Falten entstehen aber auch häufig auch dadurch, dass es zum Verlust von Kollagen, Hyaluronsäure und Fettgewebe kommt.

An welchen Körperstellen wird Hyaluronsäure häufig eingesetzt?

In der Ästhetischen Medizin liegt der Fokus des Einsatzes von Hyaluron im Bereich des Gesichts und des Dekolletés. Die wichtigsten Anwendungsorte sind:

  • Wangen
  • Lippen
  • Kinn
  • Schläfenbereich
  • Nasolabialfalten (Falten zwischen Nase und Mundwinkeln)
  • Marionettenfalten (Falten zwischen Mundwinkeln und Unterkiefer)
  • Hals
  • Hände

Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Anwendungsorte am Gesicht im Überblick:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.