Fadenlifting Risiken, Fadenlifting Nebenwirkungen, Lüneburg


Risiken und Grenzen beim Fadenlifting

Allgemeines

Jeder Eingriff in den Körper birgt ein mehr oder weniger großes Risiko für die Entwicklung von Nebenwirkungen und Komplikationen. Dieses gilt auch für das Fadenlifting. Derartige unerwünschte Reaktionen können entweder durch die Behandlung selbst oder aber durch die Fäden selbst bedingt sein.
Die Häufigkeit des Auftretens solcher Reaktionen wird jedoch entscheidend dadurch verringert, dass der Behandler für diese Behandlung ausgebildet ist. Das so erworbene Wissen umfasst gute Kenntnisse:

  • über die Anatomie der zu behandelnden Region
  • der Verwendung von Hyaluron
  • zu den Behandlungstechniken
  • in der aseptischer Vorgehensweise
  • zu den möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen
  • in der Behandlung von akuten Unverträglichkeitssymptomen, vor allem einer allergischen Reaktion

Das Fadenlifting sollte überhaupt nur durch approbierte Ärzte erfolgen!

 

Fadenlifting Nebenwirkungen und Fadenlifting Risiken

Soweit Nebenwirkungen beim Fadenlifting überhaupt auftreten, klingen diese in der Regel innerhalb von einigen Tagen wieder ab. Die am häufigsten auftretenden Fadenlifting Nebenwirkungen und Fadenlifting Risiken sind:

  • Leichte Schmerzen soweit ohne Betäubung therapiert wird
  • Spannungsgefühl in der behandelten Region
  • Schwellungen
  • Blutergüsse
  • Einziehungen an den Einstichstellen sowie Faltenbildung entlang der Fäden sind normal und klingen innerhalb weniger Tage ab

 

Seltene Nebenwirkungen durch Fadenlifting

A. Nebenwirkungen durch Medikamente
Bestimmte Nebenwirkungen aufgrund von eingenommenen Medikamenten lassen sich reduzieren oder sogar ausschalten, wenn die Einnahme reduziert oder vorübergehend eingestellt wird. Soweit eine Einstellung der regelmäßigen Einnahme überhaupt medizinisch zu verantworten ist, sollten Blutverdünner (Thrombozytenaggregationshemmer) wie ASS100 sowie gleich wirkende Medikamente, des weiteren Ibuprofen oder Diclofenac 6 Tage vor der Behandlung abgesetzt werden.
Patienten, die auf Marcumar o.ä. wirkende Substanzen eingestellt sind, kann ich mit diesem Verfahren nicht behandeln!

B. In der Behandlungstechnik begründete Nebenwirkungen
Sehr selten: Durchscheinen oder Herausdrücken der Fadenenden an den Einstichstellen, bei zu oberflächlicher Einbringung oder wenn die Fadenenden nicht kurz genug abgeschnitten sind. Der auffüllende Effekt fällt zu stark aus durch eine Überkorrektur, was sich als sichtbare Polster und Knoten äußern kann. Vor allem beim Lippenaufspritzen kann eine Überkorrektur, je nach ästhetischem Empfinden, als störend empfunden werden.

C. Unspezifische Symptome

  • grippeähnliche Symptome
  • Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Übelkeit
  • Schwindel

Diese Beschwerden klingen aber im Allgemeinen nach einigen Tagen wieder ab.

D. Infektionen an der Einstichstelle mit:

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung
  • Druckschmerzhaftigkeit im behandelten Gebiet
  • evtl. auch Fieber

Derartige Nebenwirkungen treten bevorzugt dann auf, wenn:

  • nicht aseptisch gearbeitet wurde
  • akute Infektionen an der Haut vorbestehen, wie z.B. durch Herpesviren ausgelöst

E. Unverträglichkeit gegen die Fäden
Nebenwirkungen durch den Einsatz von biosynthetisierter Fäden, vor allem in Form einer Allergie, sind selten. Grundsätzlich ist aber eine allergische Reaktion auf die eingebrachten Fäden nicht auszuschließen. Im äußersten Fall kann diese einen anaphylaktischen Schock auslösen.

F. Allergie gegen das lokal angewandte Betäubungsmittel
Das Einbringen der Fäden in die Haut ist meistens, bis auf das Durchdringen der Nadel durch die Haut, nicht schmerzhaft. Grundsätzlich können die Einstichstellen vor der Behandlung entweder mit einer betäubenden Salbe, wie. z.B. Emla-Salbe®, mit einer Quaddel betäubt werden. Bevorzugt kommt dabei Xylonest® 2% zum Einsatz.
Der Wirkstoff von Xylonest® ist Prilocainhydrochlorid. Die Emla-Salbe® beinhaltet zwei Wirksubstanzen: Prilocainhydrochlorid und Lidocain. Sehr selten besteht eine Allergie gegen diese Wirkstoffe oder weitere Bestandteile beider Medikamente.
Eine grundsätzliche Abfrage nach Allergien gegen solche Wirkstoffe erfolgt während des vorbereitenden Aufklärungsgesprächs. Wird von Seiten des Patienten eine lokale Betäubung gewünscht, wird u.U. eine Allergievortestung erforderlich.

 

Gegenanzeigen

Beim Vorliegen folgender Umstände oder Erkrankungen sollte das Fadenlifting nicht durchgeführt werden:

  • Personen unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • bekannte Allergie gegen den Hautfüller oder andere Biomaterialien
  • Chemotherapie innerhalb der letzten 12 Monate
  • Einnahme von Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) wie z.B. ASS100, Marcumar oä.
  • akute Entzündungen im Anwendungsbereich
  • akute Infektionskrankheiten (z.B. Grippe, Herpes)
  • Autoimmunerkrankung
  • bekannte Wundheilungsstörungen
  • Neigung zur überschießenden Narbenbildung
  • erhöhte Blutungsneigung und Bluterkrankungen
  • bei erhöhter Anfälligkeit für Herpes

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