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Risiken der Botoxtherapie

Allgemeines

Jeder Eingriff in den Körper birgt ein mehr oder weniger großes Risiko für die Entwicklung von Nebenwirkungen und Komplikationen. Dieses gilt auch für die Behandlung mit Botox. Derartige unerwünschte Reaktionen können entweder durch die Behandlung selbst oder aber durch den Wirkstoff Botox bedingt sein.
Die Häufigkeit des Auftretens solcher Reaktionen wird jedoch entscheidend dadurch verringert, dass der Behandler für diese Behandlung ausgebildet ist. Das so erworbene Wissen umfasst gute Kenntnisse:

  • über die Anatomie der zu behandelnden Region
  • der Verwendung von Botox
  • zu den Behandlungstechniken
  • in der aseptischer Vorgehensweise
  • zu den möglichen Nebenwirkungen und Komplikationen
  • in der Behandlung von akuten Unverträglichkeitssymptomen, vor allem einer allergischen Reaktion

Die Mengen an Botox, die in der Ästhetischen Medizin eingesetzt werden, sind im Vergleich zu den Mengen, die bei der Behandlung von Erkrankungen zum Einsatz kommen, um ein Vielfaches geringer.

Die Verabreichung von Botox sollte nur durch approbierte und darin ausgebildete Ärzte erfolgen!

 

Häufige Nebenwirkungen durch Botox

Soweit Nebenwirkungen auf Botox überhaupt auftreten, handelt es sich meist um früh auftretende und vorübergehende Reaktionen, die direkt auf das Einspritzen von Botox zurückzuführen sind. Dazu zählen:

  • Schmerzen durch das Einstechen der Nadel
  • Juckreiz
  • Missempfindungen
  • Blutergüsse, die sich in wenigen Tagen wieder zurückbilden

 

Seltene Nebenwirkungen durch Botox

Zu den seltenen Nebenwirkungen auf Botox zählen:

A. Resistenz gegen Botox
In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass der Körper gegen Botox Antikörper bildet. Dies führt dazu, dass der Körper, ähnlich wie nach einer Impfung, gegen Botox "immun" ist. Im Ergebnis kommt der gewünschte muskelentspannende Effekt nicht zustande. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkung erhöht sich, wenn bei Wiederholungsbehandlungen der Abstand zwischen zwei Behandlungen ? 4 Monate ist. Aber voraussagen lässt sich eine solche Nebenwirkung nicht!

B. Nebenwirkungen durch Medikamente
Bestimmte Nebenwirkungen aufgrund von eingenommenen Medikamenten lassen sich reduzieren oder sogar ausschalten, wenn die Einnahme reduziert oder vorübergehend eingestellt wird. Soweit eine Einstellung der regelmäßigen Einnahme überhaupt medizinisch zu verantworten ist, sollten Blutverdünner (Thrombozytenaggregationshemmer) wie ASS100 sowie gleich wirkende Medikamente, des weiteren Ibuprofen oder Diclofenac 6 Tage vor der Behandlung abgesetzt werden.
Patienten, die auf Marcumar o.ä. wirkende Substanzen eingestellt sind, kann ich mit diesem Verfahren nicht behandeln!

C. In der Behandlungstechnik begründete Nebenwirkungen
Werden zu große Mengen gespritzt oder aber erfolgt die Injektion nicht präzise, können sich daraus Nebenwirkungen ergeben. Die wichtigsten Nebenwirkungen sind:

  • Der Muskel wird stärker gelähmt als gewünscht. Z.B. der Stirnmuskel wird komplett ausgeschaltet, wodurch das Ausfallen des Stirnrunzeln ein maskenhafter Blick entsteht
  • Das Medikament wandert in andere Muskelabschnitte hinein und lähmt Muskeln. Z.B. kann durch eine ungewollte Lähmung des Oberlides, die Lidsspalte verkleinert wird

Wichtig: Jegliche Nebenwirkungen dieser Art bilden sich komplett zurück!

D. Unspezifische Symptome

  • grippeähnliche Symptome
  • Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Übelkeit
  • Schwindel

Diese Beschwerden klingen aber im Allgemeinen nach einigen Tagen wieder ab.

E. Infektionen an der Einstichstelle mit:

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung
  • Druckschmerzhaftigkeit im behandelten Gebiet
  • evtl. auch Fieber

Derartige Nebenwirkungen treten bevorzugt dann auf, wenn:

  • nicht aseptisch gearbeitet wurde
  • akute Infektionen an der Haut vorbestehen, wie z.B. durch Herpesviren ausgelöst

F. Unverträglichkeit gegen Botox
Nebenwirkungen durch den Einsatz von Botox, vor allem in Form einer Allergie, sind selten. Grundsätzlich ist aber eine allergische Reaktion auf das verabreichte Botox nicht auszuschließen. Im äußersten Fall kann diese einen anaphylaktischen Schock auslösen.

 

Gegenanzeigen

Beim Vorliegen folgender Umstände oder Erkrankungen sollte die Behandlung mit Hyaluron nicht durchgeführt werden:

  • Personen unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • bekannte Allergie gegen Botox oder andere Fremdeiweiße
  • Chemotherapie innerhalb der letzten 12 Monate
  • Einnahme von Blutgerinnungshemmer (Thrombozytenaggregationshemmer), wie z.B. ASS100 oder Ibuprofen und Diclofenac, soweit diese Medikamente vor der Behandlung nicht abgesetzt werden können
  • Patienten, die auf Marcumar o.ä. wirkende Substanzen eingestellt sind, kann ich mit diesem Verfahren nicht behandeln!
  • akute Hautentzündungen im Anwendungsbereich, wie z.B. Neurodermitis
  • akute Infektionskrankheiten (z.B. Grippe, Herpes)
  • abgeschwächtes Immunsystem
  • Autoimmunerkrankung
  • bekannte Wundheilungsstörungen
  • erhöhte Blutungsneigung und Bluterkrankungen
  • bei erhöhter Anfälligkeit für Herpes

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