Botox, Botoxbehandlung, Faltenglättung, Lüneburg


Kurzinfo Botoxbehandlung

Das Botoxtoxin ist der bekannteste Wirkstoff, der in der ästhetischen Medizin zur Faltenbehandlung der Haut eingesetzt wird. Das Botoxtoxin findet dort seine Anwendung, wo Hautfalten durch wiederholte Muskelaktivitäten entstanden sind. Nach dem Abklingen der Wirkung erlangt der Muskel seine Aktivität zu 100% wieder.

Anwendung u.a. bei: Zornesfalten
Stirnfalten
Krähenfüße
starke Schweißbildung
  
Vorgespräch: 10-20 Min.
Behandlungsdauer: 10-20 Min.
Betäubung: bei Bedarf mit Betäubungssalbe
Nachkontrolle: soweit gewünscht nach 14 Tagen
Schonung: 1 Tag
Kosten pro Behandlung: ab 270 EUR
Wirkungsdauer: 6-9 Monate

Grundsätzliches zur Botoxtherapie

Was ist Botox?

Das Botulinumtoxin, kurz Botox, ist ein Nervengift, das von einem Bakterium produziert wird, welches Clostridum botulinum heißt. Clostridien bilden eine Bakteriengruppe, zu der z.B. auch die Erreger des Tetanus sowie des Gasbrands gehören. Das besondere an der Gruppe der Clostridien ist, dass sie unter Ausschluss von Sauerstoff leben. Daher werden sie auch als Anaerober bezeichnet. Das Botulinustoxin kann entstehen, wenn z.B. eiweißhaltige Konserven bei der Herstellung mit Clostridien verunreinigt sind. Unter den sauerstofffreien Bedingungen vermehren sich die Erreger, bilden Gärgase und das Botulinustoxin und lassen so die Konservendose aufblähen. Eine mögliche andere häufige Ursache kann sein, dass vakuumiertes Fleisch im Sommer im Auto liegt und sich erhitzt. Ist das Fleisch mit Clostridien verunreinigt läuft der gleiche Prozess ab, wie in der Konservendose.
Werden solche Nahrungsmittel dann gegessen kommt es zur Vergiftung, auch dann, wenn das Fleisch erhitzt wurde. Das Botulinustoxin zählt mit zu den giftigsten biologischen Substanzen, die wir kennen.
Nun mag der geneigte Leser denken, dass die gifitgste biologische Substanz, die wir kennen, dabei helfen soll positive Wirkungen am Körper zu entfalten? Diese Frage ist eindeutig zu beantworten mit: JA!

Botox als Medikament

Das Botulinumtoxin ist ein Eiweiß. Es sind verschiedene sog. Eiweiß-Untertypen bekannt. Das am häufigsten verwandte Botulinumtoxin gehört zum Untertyp A. Schon seit vielen Jahren wird Botox in der Medizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, die vor allem mit einer erhöhten Muskelspannung einhergehen.

A. Einsatz zur Behandlung von Erkrankungen
Als Beispiele seien genannt:

  • Schiefhals durch Muskelspasmus
  • Augenlidkrämpfe
  • Muskelspasmen bei verschiedenen Nervenerkrankungen
  • Sehfehler
  • verstärkte Schweißbildung in der Achsel oder an den Händen
  • Migräne

B. Einsatz in der Ästhetischen Medizin
In der Ästhetischen Medizin wird Botox seit Beginn der 1990er Jahre zur Behandlung von mimischen Falten beziehungsweise zur Faltenglättung eingesetzt.
Dabei ist wichtig zu wissen, dass Botox die beste Wirkung bei den sog. dynamischen Falten entwickelt. Das sind solche Falten, die durch immer wiederkehrende Muskelaktivitäten entstehen. Diese Aktivitäten zeigt besonders ausgeprägt vor allem unsere mimische Gesichtsmuskulatur. Als Beispiele seien genannt:

  • Krähenfüße am Augenrand
  • Stirnfalten
  • Zornesfalte über der Nasenwurzel
  • abgesunkene Augenbrauen
  • Häschenfalten am Nasenrücken
  • Raucherfältchen über der Oberlippe

Wie wirkt Botox?

Damit ein Muskel sich zusammenziehen kann, erhält er von einem Nerven die Information, dies zu tun. Dafür bedient sich der Nerv eines sog. Botenstoffs. Dabei handelt es sich um das Hormon Acetylcholin. Dieses Hormon wird in dem kolbenartigen Endstück des Nerven gebildet und an den Muskel abgegeben. Es setzt daraufhin am Muskel eine Kaskade von chemischen Reaktionen in Gang. An deren Ende steht dann die Zusammenziehung des Muskels. Botox greift in diesen Mechanismus ein. Es blockiert die Freisetzung von Acetylcholin. Die nachfolgende Muskelzusammenziehung bleibt aus und damit der Muskel entspannt. Diese Wirkung hält meistens 2-6 Monate an. In dieser Zeit regenerieren sich die betroffenen Nervenzellen, so dass mit Abklingen der Botoxwirkung der Muskel seine Aktivität zu 100% wieder erlangt.
Eine Besonderheit besteht bei den Schweißdrüsen. Diese werden ebenfalls durch Acetylcholin zur Schweißbildung angeregt. Aufgrund dieser Tatsache erklärt sich auch der Einsatz von Botox zur Hemmung der Schweißbildung.

Wo wird Botox hingespritzt?

Damit Botox wirken kann, muss es direkt in den zu behandelnden Muskel gespritzt werden. Dabei hängt die Stichtiefe von der Lage des Muskels unterhalb der Haut ab. Das die meisten Muskeln im Gesicht mit der Haut verwachsen sind, berträgt die Stichtiefe dort meist nur wenige Millimeter.

Die folgende Abbildung verdeutlicht prinzipiell bis zu welcher Schicht unterhalb der Haut die Nadel vorgeschoben wird:

 

Was kann Botox leisten, was nicht?

Eine Faltenbehandlung mit Botox stoppt weder den natürlichen Alterungsprozeß der Haut noch hat es regenerative Wirkung. Für die Zeit der Wirkdauer besteht eine geringere Muskelaktivität am so behandelten Muskel, was eine sichtbare Glättung der Fältchen zur Folge hat.

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